Ballonfahren – vier faszinierend Stunden

Das Ballonfahren ist eine der ältesten Arten der Menschen den Himmel zu erobern. Bereits im Jahre 1783 stieg in Versailles der erste Ballon in die Höhe. Damals eine kleine Sensation, hat die Faszination die vom Heissluftballonfahren ausgeht, bis heute kaum nachgelassen. Für viele ist eine Ballonfahrt ein Wunsch, den es in jedem Fall, einmal im Leben, zu erfüllen gilt.
Sich den Wunsch des Heissluftballonfahren zu erfüllen ist denkbar simpel: Einzige Vorraussetzungen die aufgrund versicherungsrechtlicher Vorgaben zwingend erfüllt werden müssen sind, dass bei Kindern das elfte Lebensjahr sowie eine Mindestkörpergröße von 1,20 Meter überschritten ist. Ansonsten ist das Ballonfahren grundsätzlich für jeden geeignet der eine relative Fitness und normale Gesundheit vorweisen kann. Im Zweifel sollten sie einfach einen Mediziner konsultieren und diesen um Rat bitten. Als Faustregel gilt aber, dass man ohne fremde Hilfe in den 1,20 Meter hohen Korb Ein- und Aussteigen kann und es kein größeres Problem darstellt, für die maximal eineinhalb Stunde andauernde Fahrt, zu stehen.
Wenn alle Vorraussetzungen erfüllt sind und sie sich für einen Ballonflug-Anbieter ihrer Wahl entschieden haben, vereinbaren sie mit ihm einen passenden Termin. Oft werden Früh- und Abendfahrten angeboten. Frühfahrten starten im Normalfall zwischen 6 und 7 Uhr morgens, Spätfahrten gegen 17 und 19 Uhr. Abhängig für welchen Termin man sich entschieden hat, wird es in aller Regel so gehandhabt, dass sich der Kunde, bei Frühfahrten, am Vorabend, bei Spätfahrten bis zur Mittagszeit am selben Tag, rückversichern sollte, ob der geplante Ausflug auch wirklich stattfindet. Denn bei widrigen Wetterbedingungen, muss das geplante Ballonfahren auf einen anderen Tag verschoben werden.
Sind die äußeren Bedingungen für das Heissluftballonfahren gegeben, wird sich an dem vereinbarten Startplatz getroffen.
Nach der Begrüßung erfolgt eine kurze aber dennoch detaillierte Einweisung aller Ballonausflügler, in deren Rahmen das obligatorische Sicherheitstraining nicht fehlen darf. Zwar ist das Ballonfahren nicht gerade eine Risikosportart, dennoch ist es gut zu wissen, wie man sich im Notfall zu verhalten hat. Anschließend wird dann in Gemeinschaftsarbeit der Ballon aufgestellt, beziehungsweise „aufgerüstet“ wie es im Jargon der Ballonfahrer heißt.
Gleich darauf kann dann auch schon in den Korb des Ballons eingestiegen werden und dem Ballonfahren steht nichts mehr im Wege. Abhängig von der Wetterlage und den topographischen Bedingungen kann dann zwischen 60 bis 90 Minuten das Heissluftballonfahren so richtig genossen werden. Aus einer Höhe zwischen 300 und 3.000 Metern, bei einer gemächlichen Fahrt mit einer Geschwindigkeit zwischen 5 und 30 km/h, kann dann die Landschaft, die Welt und das Leben, aus einer ganz eigenen, faszinierenden Perspektive betrachtet werden.
Ist der Ballon samt Passagieren dann wieder heil gelandet erfolgt noch die traditionelle Taufe der Ballonfahrnovizen. Feuer und meist süffiges Taufwasser erheben diese dann in den Stand des Adels – und dies sogar verbrieft. Jeder Täufling erhält nämlich auch eine spezielle Taufurkunde. Nach insgesamt drei bis vier Stunden, die beim Ballonfahren und dem drum herum verbracht werden, erfolgt dann eine freundliche Verabschiedung.
